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Alles was du über den Job als Unternehmensberater wissen musst

Jul 3 • ARBEITEN, ERFAHRUNG, First Job, INTERVIEWS, Karriere, RATGEBER • 1005 Views • Keine Kommentare zu Alles was du über den Job als Unternehmensberater wissen musst

Text: Meike Tarabori  Fotos: EY

Die eigene Karriere nimmt langsam Fahrt auf, allmählich gewinnt man Vertrauen in die persönlichen Fähigkeiten und die spannende Jobausschreibung «Unternehmensberater bei EY» die soeben auf der Jobbörse ausgeschrieben wurde, klingt einfach perfekt. Doch wie sieht eine Anstellung bei einem führenden, global tätigen Consultingunternehmen wirklich aus? Dieser Frage bin ich für euch im Interview mit Kujtesa Kryeziu nachgegangen. Ehrliche Antworten und Insights über das Berufsleben, den Weg dahin sowie Challenges einer EY Mitarbeiterin. Kollegen nennen Sie übrigens einfach nur „Q“.

 

Girls Drive: Was hat Dich bewegt, die Laufbahn eines Unternehmensberaters einzuschlagen?

Q: Meine berufliche Laufbahn habe ich ganz klassisch mit einer kaufmännischen Lehre begonnen. Danach habe ich die Berufsmatura berufsbegleitend nachgeholt. Wirklich inspiriert zu diesem Schritt hat mich jedoch mein damaliger Wirtschaftslehrer. Er selber hatte bei namhaften Consultingunternehmen gearbeitet und steckte mich mit der Begeisterung für diese Tätigkeit an. Die Aufgaben, die Umgebung, den Spirit genauso wie die Herausforderungen haben mich dazu motiviert.

 

Was war der bezeichnende Moment, in dem Du Dich entschieden hast, Dich bei EY zu bewerben?

Als ich damals bei einem kleinen IT-Unternehmen in Zürich tätig war, wusste ich, dass meine berufliche Zukunft in einem globalen Consultingunternehmen lag. Denn die Möglichkeit, als junges Talent gefördert zu werden, Verantwortung für gewisse Aufgaben- und Projektbereiche übertragen zu bekommen, auch wenn nur zu Teilen – ist bei global agierenden, dynamischen und führenden Unternehmen wie EY Teil der Unternehmenskultur und wird durchaus gelebt. So eine Chance war für mich matchentscheidend und somit auch ausschlaggebend, als ich mich auf eine ausgeschriebene Stelle bei EY beworben habe.

 

Was geschah dann?

Nachdem ich mich online beworben hatte, war der nächste Schritt ein Telefoninterview. Darauf bereitete ich mich gezielt vor, indem ich mir möglich Fragen und Antworten zurechtlegte und mich mit den einzelnen Stationen meines Lebenslaufs nochmals eingängig auseinandersetzte. Ich wollte auf allfällige Fragen vorbereitet sein, so dass ich schnell und kompetent antworten konnte.

Nach diesem Interview wurde ich dann zu einem persönlichen Gespräch bei EY eingeladen. Hierfür habe ich mich dann nochmals intensiv mit dem Unternehmen, der Firmengeschichte auseinandergesetzt, Online-Artikel gelesen sowie die Webseite studiert. Diese Recherche ist unverzichtbar, denn es gibt nicht nur dem Bewerber mehr Einblick in das Unternehmen, über die Unternehmensstruktur und -kultur, über Vision und Mission und Auszeichnungen, sondern vermittelt im Gespräch auch Zeichen von Interesse gegenüber dem zukünftigen Abreitgeber. Mein Outfit hielt ich schlicht und klassisch. Ein weisses Hemd mit einem schwarzen Blazer zur eleganten Hose. Einfach, so wie ich bin.

 

Du hast zuvor von Förderung gesprochen. Kannst Du diesen Begriff bzw. dessen Umsetzung bei EY etwas genauer erläutern?

Um dies besser zu verstehen, hilft es vielleicht, meinen bisherigen Werdegang bei EY genauer anzuschauen. Meine erste Tätigkeit war als Executive Assistant in der Wirtschaftsprüfung. Mein damaliger Vorgesetzter schenkte mir von Anfang an viel Vertrauen und gab mir das Gefühl, ein wichtiger Teil des Teams zu sein. Ich durfte schnell Verantwortung übernehmen. Bald darauf bot sich mir im «Innovation & Digital Team» ein neues Zuhause mit neuen Aufgaben und Herausforderungen. Ich durfte in dieser neuen Position Verantwortung übernehmen und als „Project Management Office Lead“ fungieren. Noch heute fühle ich mich in dieser Rolle und in diesem Team sehr wohl.

 

«Innovation & Digital PMO» ist Deine offizielle Stellenbezeichnung. Das klingt kompliziert und unnahbar. Kannst Du uns kurz aufklären, was sich dahinter verbirgt?

In einfach Worten: «Mädchen für Alles». Ich organisiere Meetings und Schulungen, erstelle Präsentationen für meine Vorgesetzten innerhalb der Innovation & Digital Abteilung sowie Reports. Mit meiner Tätigkeit unterstütze das Innovation & Digital Team, das Prozesse der Wirtschaftsprüfung mittels neuen technologischen Lösungen effizienter zu gestalten versucht.

 

Worin siehst Du die grössten Herausforderungen in deiner Tätigkeit bei EY?

Verantwortung für Aufgaben zu übernehmen, in denen ich bis anhin noch keinerlei Erfahrung sammeln konnte. Dann ist jeweils meine Eigeninitiative stark gefordert. Doch meine Vorgesetzten unterstützen mich in diesen Situationen. Dies wäre jetzt auch wieder ein Beispiel für die Bedeutung von Förderung bei EY, wie ich sie vorher angesprochen habe. Doch genau in solchen Situationen habe ich gelernt, Dinge mit Selbstbewusstsein in die Hand zu nehmen und mit Eigeninitiative zu lösen.

 

Gibt es auch so etwas wie Routine im Job? Oder sprüht alles nur so vor Kreativität?

Kein Tag verläuft gleich. Vielmehr zeichnet sich meine Arbeit durch Vielseitigkeit aus. Immer wieder darf ich neue Herausforderungen annehmen, andere Aufgaben betreuen und bearbeiten. Je nach dem braucht es zur Lösungsfindung dann auch kreative Ideen und neue noch nie dagewesene Ansätze.

 

Neben deiner Arbeit bei EY hast du dich entschieden, Wirtschaftsinformatik an der ZHAW in Winterthur zu studieren. Inwiefern unterstützt Dich EY bei deiner Ausbildung?

Mein Studium geht planmässig vier Jahre. Mir hat sich die Möglichkeit angeboten, ein halbes Jahr im Ausland zu studieren – vielleicht an der Virginia Tech in Blacksburg, in San Francisco oder im Silicon Valley. EY ermöglicht mir dieses Auslandsstudium, indem sie mir die Auszeit unbezahlt und ungekündigt gewähren. Damit bin ich in der glücklichen Situation, mich auf die Schule und das Auslandssemester zu konzentrieren und meinen Traum vom Auslandsstudium zu verwirklichen; obwohl ich arbeitstätig bin. Dafür bin ich EY sehr dankbar.

 

Demnach bietet EY zeitgemässe, flexible Arbeits- und Zeitmodelle. Kannst Du diese Aussage so unterstützen?

Absolut. EY ist sehr flexibel, hier wäscht eine Hand die andere. Das Arbeitsverhältnis basiert auf Eigenverantwortung und Vertrauen. Da kann es schon mal passieren, dass ich aus privaten Gründen etwas früher das Büro verlassen muss. Doch keiner schaut mich deswegen misstrauisch oder schief an, weder Vorgesetzte noch Kollegen. Im Umkehrschluss arbeitet man dann auch wiederum je nach Projektphase intensiver und gibt diese Extrazeit gerne für das Team und den erfolgreichen Abschluss einer Aufgabe.

 

Es klingt, als wärst Du Non-Stop eingebunden in Arbeit, Studium und zusätzlichen Aufgaben. Wie gestaltest Du Deine Work-Life-Balance? Hast Du noch genug Zeit für ein Privatleben?

Ich finde dieses Thema ist eine reine Frage der eigenen Organisation. Wenn man sich gut organisiert, kriegt man alles unter einen Hut. Ich arbeite unter der Woche etwas mehr als andere, aber dafür habe ich mich entschieden. Mein Wochenende und der Sport sind mir hingegen heilig.

 

Gibt es etwas, was Du heute anders machen würdest in Deiner Karriere?

Vielleicht hätte ich gleich im Anschluss an meine Berufsmatura studieren sollen. Aber, wer weiss das schon. Eine Entscheidung, die man zu einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens trifft, ist schliesslich nicht für die Ewigkeit. Man kann auch später noch etwas Neues lernen, auch als Berufstätige. Diese Erfahrung durfte ich bei EY machen. Der Spass auf dem Weg zum Erfolg ist dabei entscheidend. Ich würde nichts anders machen.

 

Welche Tipps hast Du für junge Studentinnen, die ihren beruflichen Werdegang noch vor sich liegen haben? 

Finde heraus, woran du Freude hast und was dir wichtig ist. Dann erst kannst du auch die Organisation nennen, welches zu deinen Werten passt. Ich empfinde es als wichtig, dass man sich mit der Firma identifizieren kann und hinter den Werten steht, um dann im täglichen Beruf alles geben zu können und gut zu performen.

Ausserdem ist es in meinen Augen heutzutage hilfreich, sein berufliches Netzwerk auszubauen und zu pflegen und Networking-Veranstaltungen zu besuchen. Man lernt neue spannende Leute in verschiedensten Berufen kennen. Zugleich tun sich einem vielleicht sogar neue Wege auf, an die man zuvor noch gar nicht gedacht hätte.

Weiterführende Informationen zum Job für euch:

ey.com/ch/eytalentcommunity

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