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ART ON ICE 2014 – UNKONVENTIONELL, WITZIG UND ERSTKLASSIG

Mrz 18 • Allgemein, BLOG, Events, GENIESSEN, GESELLSCHAFT, GIRLS DRIVE WORLD, HIRN AUS, Lifestyle • 2409 Views • Keine Kommentare zu ART ON ICE 2014 – UNKONVENTIONELL, WITZIG UND ERSTKLASSIG

Art on Ice steht für ein einzigartiges Ensemble aus internationalen Profi-EiskunstläuferInnen und Musikgrössen. Dieses Jahr fand die 18. Ausgabe statt, die mit aufgestellten KünstlerInnen, einer perfekt durchstudierten Gesamtchoreographie und witzigen Pointen überzeugte.

 

„Herzlich willkommen! Sorry für mein nicht ganz perfektes Deutsch – dem letztjährigen deutschen Moderator wurde aufgrund der Masseinanwanderungsinitiative die Einwanderung in die Schweiz verweigert. Die Schweizer Moderatoren haben alle abgesagt, da sie Sanktionen aus Brüssel befürchten. Bei mir ist es einfacher: Ich bleibe unsichtbar und arbeite für die NSA.“ – Politisch brisant, läutete eine Männerstimme mit starkem englischen Akzent den Beginn der Show ein. Das Publikum honorierte die gewagte Einleitung mit lautem Gelächter und grossem Applaus. So wie der Einstieg ins Programm aus dem Rahmen fiel, so waren die ganzen zweieinhalb Stunden von Überraschungen durchzogen. Art on Ice schien sich dieses Jahr ein neues Motto auf die Fahne geschrieben zu haben: Mut zahlt sich aus.

Der englischstämmige Sprecher führte charmant durch die Show, deren Oberthema die Liebe war. Untermalt wurde er von den stummen, sprachübergreifenden Einlagen von Mummenschanz. Das Schweizer Ensemble verkörpert wie kein anderes das zeitgenössische Figurentheater. Die Ausdrucksstärke der teilweise übergrossen Gestalten zog das Publikum von Art on Ice in ihren Bann. Die Reaktionen der Figuren sind ein Spiegel unserer selbst und genau deshalb fällt die Identifikation mit ihnen leicht. So führte z.B. Eifersucht zu einem Kampf zwischen zwei Riesenpuppen oder ein farbiges Rohr liess aus Enttäuschung „den Kopf hängen“. Feinfühlig und witzig.

Genauso unkonventionell wie die Moderation mit den Einlagen von Mummenschanz war, genauso verblüffte die Show mit einigen Special Effects. So performte z.B. Sarah Meier ein ringförmiges Feuerwerk, als sie mit einem Feuerwerkskörper auf dem Rücken eine ausgedehnte Drehsequenz hinlegte. Nebst den Schweizer Stars Sarah Meier und Stéphane Lambiel, brachten Tatiana Volosozhar & Maxim Trankov, Kurt Browning, Joannie Rochette, Florent Amodio, Aljona Savchenko & Robin Szolkowy sowie Nathalie Péchalat & Fabian Bourzat das Publikum zum Staunen. Wer Eiskunst bis dahin nur im Fernsehen geschaut hatte – so wie ich –, dem blieb bei einigen Einlagen der Mund offen stehen. Sowohl die Höhe und Geschwindigkeit, mit denen die KünstlerInnen ihre Pirouetten vollzogen, als auch die Geschmeidigkeit und Leichtigkeit, mit denen sie übers Eis liefen, als wäre es kein bisschen glatt, grenzten an ein Ding des Unmöglichen. Auf die Spitze getrieben, wurde die sportlerische Leistung durch die Power-Performance der Männergarde in der zweiten Hälfte: Von schier endlosen Reihen an Pirouetten und Drehungen über Samba Einlagen bis hin zu Hip Hop auf dem Eis war alles dabei. Das Publikum tobte, als wäre es an einem Rock Konzert.

A propos Konzert: Art on Ice wäre nicht Art on Ice, wenn es keine Live-Musik bieten würde. Dieses Jahr entführte die 26-jährige Pianistin Khatia Buniatishvili aus Georgien, die 2012 den Echo Klassik gewann, mit einer leidenschaftlichen Note in die Welt von Chopin & Co. Loreen, die 2012 mit ihrem mystischen Lied „Euphoria“ den Eurovision Song Contest gewann, schmetterte das Publikum mit ihrer Stimme zu Beginn und am Ende der Show weg. Als dritter Act verzauberte Hurts, das britische Duo, mit seinem melodiösen Elektro-Pop, der mal dramatisch, mal schmerzerfüllt, mal sehnsüchtig daherkommt.

Art on Ice 2014 war von der Moderation über die einzelnen Performances bis hin zur Gestaltung der Show um einiges gewagter als in vorherigen Jahren – doch das Risiko hat sich gelohnt. Die facettenreiche, unkonventionelle und witzige Show auf höchstem Niveau hinterliess beim Publikum bleibenden Eindruck.

 

Text: María Colón

Bilder: Art on Ice

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