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Back to the future oder happy in the future?

Mrz 15 • Allgemein, BLOG, First Job, Karriere, RATGEBER • 1383 Views • Keine Kommentare zu Back to the future oder happy in the future?

Was gäben wir nicht dafür, wie Marty McFly in unsere Zeitmaschine zu steigen und zurück in unsere Vergangenheit zu reisen? Manche Entscheidungen anders zu fällen, als wir es getan haben. Einmal mit dem Wissen der Zukunft unsere Vergangenheit zu manipulieren und unsere Reise im Leben vorteilhafter zu gestalten. Jede von uns kennt den Moment, eine Entscheidung zu bereuen. Vielleicht hätten wir doch in die andere Richtung abbiegen sollen? Zu spät. Wir sitzen fest. Im Gegensatz zu vielen Filmen gibt es im realen Leben leider kein Zurück mehr. Umso schwieriger fällt es uns, Entscheidungen zu treffen. Was das Unterbewusstsein in Nanosekunden ständig macht, fällt dem Bewusstsein umso schwieriger: Entscheidungen. Einen Weg einschlagen. Eine Richtung nehmen. Wer weiss schon, wo wir landen?

Erst kürzlich führte das berufliche Netzwerk XING eine Studie zur Berufswahl, den Wünschen und Vorstellungen dazu in Deutschland durch. Was für unsere Kollegen im Norden gilt, stellt auch uns in der kleinen Schweiz vor ähnlichen Herausforderungen. Jede von uns hat Kollegen im Freundeskreis, die oft über ihr Studium oder ihren Job jammern. Jede von uns kennt die Situation, wie sich unsere Freunde über ihre Arbeitskollegen beschweren oder ihren Chef in Frage stellen. Das passt nicht, dies sei unangenehm, und dann noch die Bezahlung. Selten scheinen Leute zufrieden zu sein. Die spannendste Erkenntnis aus der Studie ist die hohe Quote an Personen, die sich rückblickend für einen anderen Job entscheiden würden. Fast die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie nicht erneut denselben Karriereweg einschlagen würden. Wenn die Berufstätigen es nicht wissen, wie sollen wir dann wissen, ob wir uns für den richtigen Weg entschieden haben?

Wie zufrieden seid ihr mit dem Studium? Macht es euch Spass? Habt ihr bereits konkrete Vorstellungen, welchen Beruf ihr später damit ausüben können? Wieso studiert ihr? War es eure Entscheidung oder haben euch eure Eltern dazu bewogen? Aus welchen Beweggründe haben diese euch an die Uni geschickt? Die Studie hat die Berufstätigen auch dazu befragt, ob sie ihren Kindern den gleichen Weg empfehlen würden. Erschreckenderweise würden unsere Nachbarskollegen aus der Top-Führungsetage zu 58 Prozent ihren Kindern nicht empfehlen, in die gleichen Fussstapfen zu treten. Wenn also unsere Eltern schon nicht wissen, was gut ist, wie können sie sich so sicher sein, dass wir den richtigen Weg gehen? Glücklicherweise zeigen wenigstens die Jungen, dass sie mit ihrer Jobwahl mehr oder weniger zufrieden sind (56 Prozent der jungen Berufstätigen unter 25 geben an, nichts an ihrer Entscheidung ändern zu wollen).

Surfen wir mal kurz durchs Netz. Immer wieder stossen wir auf Artikel, was bei der Arbeit wirklich wichtig ist. Es gibt hunderte von Theorien, wie Motivation funktioniert und wie das HR uns motiviert halten kann. Vielleicht studierst du an der Uni Wirtschaft und hast dich erst vor kurzem mit der Maslow’schen Pyramide beschäftigt. Oder bist über andere Organisationsprozesse gestolpert. Neben den Theorien werden wir mit Studien überhäuft, die nicht zwingend den Theorien entsprechen. Und was vor 50 Jahren wichtig war, ist heute bestimmt nicht mehr in gleichem Masse wichtig. Insofern verwundert es uns nicht, dass viele der älteren Berufstätigen (über 50+) mit ihrer Jobwahl nicht zufrieden sind.

Was macht einen guten Arbeitsplatz aus? Bestimmt nette Kollegen und ein gutes Klima. Ein Job, der Spass macht. Ein Job, der auch Sinn macht (so gut wie möglich). Die Moneten ☺ Schliesslich arbeiten wir, damit wir uns auch etwas leisten können. In der Studie wurden die Teilnehmer auch zu diesem Punkt befragt. Spass scheint ein sehr wichtiger Faktor zu sein, der dazu beiträgt, dass wir mit unserem Job zufrieden sind. Und wenn wir dann noch daneben Zeit mit der Familie und Freunden verbringen können, so scheint die Welt schon nicht mehr so schlimm.

Wie hilft uns dies beim Fällen von Entscheidungen? Zuerst einmal, dein Studium ist der Anfang deiner Karriere. Frage dich also, macht dir das Studium schon Spass? Wenn nicht, hinterfrag mal warum. Die Schweiz bietet viele Alternativausbildungen… Da du den Job in Zukunft machen musst – und nicht deine Eltern, nicht deine Freunde noch deine Geschwister – wäre es von Vorteil, er würde dir auch Spass machen!

Es gibt kein Rezept hierfür, aber der Bauch und das Herz sind eine gute Quelle. Hobbies sind eine gute Ausgangslage das Gebiet zu finden, indem wir gut sind UND Spass an dem haben, was wir machen. Dies zum Job zu machen ist die Kunst. Eines Tages sagen zu können, ich liebe meine Arbeit und ich mache gerne, was ich mache. Fragt mal die Freunde eurer Eltern, wie es ihnen mit ihrem Job geht. Und die Eltern eurer Freunde. Lasst euch nicht einschüchtern. Dies heisst nicht, dass es euch auch so ergehen wird. Im Gegenteil, der Weg zum Glück ist sich selber zu erkennen und zu wissen, was einem Spass macht. Sich dann zu informieren, welche Ausbildung es dafür gibt und den eigenen Weg zu verfolgen.

Mit sich im Reinen zu sein heisst, zu wissen wer man ist und was man will. Und dafür zu kämpfen, sein Ziel zu erreichen.

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