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FRAUEN HABEN EINIGES BEIZUTRAGEN!

Jul 18 • ARBEITEN, BLOG, INTERVIEWS • 2977 Views • Keine Kommentare zu FRAUEN HABEN EINIGES BEIZUTRAGEN!

Jenine Beekhuyzen ist eine Frau in einer Männerdomäne. Die Australierin hat IT studiert, arbeitet als Forschungsbeauftragte an der University of Southern Queensland in Brisbane und ist Gründerin von Androit Research, einem Unternehmen, das sich auf qualitative Forschung spezialisiert hat. Daneben möchte sie für Mädchen Rollenvorbilder kreieren, um sie für die IT Branche zu begeistern. Am Rande eines Workshops für Unternehmerinnen in Zürich haben wir Jenine dazu interviewt.

 

Frau Beekhuyzen, wann haben Sie erstmals gemerkt, dass Sie sich für Technik interessieren?
Schon von klein auf faszinierte mich Technik. Da mein Vater früh starb, waren keine männlichen Familienmitglieder da, welche die technischen Arbeiten erledigen konnten. So begann ich früh damit, mit Technik zu spielen. Den Video Rekorder einzustellen, beispielsweise.

 

Um gegen Vorurteile von Frauen in technischen Berufen anzukämpfen haben sie ein Buch für Mädchen geschrieben und die Stiftung „Tech Girls Movement“ gegründet. Wieso sollen mehr Frauen im Technik-Sektor arbeiten?
Mit „Tech Girls Movement“ möchte ich den Mädchen die Möglichkeiten von technischen Berufen näherbringen. Ich will ihnen zeigen, dass ein Tech-Girl cool sein kann und sie dazu bringen, über eine Karriere in der IT Branche nachzudenken. Wenn ich meine Schüler anschaue, die meisten männlich, denke ich: Du weisst nicht was Frauen für technische Gadgets wollen, wie sollst du etwas erschaffen, was wir brauchen? Ich glaube, wir benötigen Vielfalt auf allen Ebenen. Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Einstellungen entwickeln eindeutig bessere und vielfältigere Technologien.

 

Als Frau ist es in dieser Berufssparte aber gewiss nicht immer einfach. Sie sind sicherlich auch schon Vorurteilen begegnet.
Allerdings! Ich lehre den Schülern, wie man Software für die Forschung benützen kann. Wenn an den Universitäten die Software nicht funktioniert, glauben mir die Techniker nicht immer, dass sie diese falsch installiert haben. Ich denke, das ist teilweise so, weil ich eine Frau bin. Es ist mir schon mehrere Male passiert, dass ich unterschätzt wurde.

 

Was raten sie anderen Frauen in diesem Business?
„Fail lots and fail fast”, lautet mein Grundsatz. Fehler werden sowieso passieren. Die Kunst ist, schnell darüber hinweg zu kommen und dabei die Leidenschaft nicht zu verlieren.

 

Text: Sheila Eggmann

Fotos: Jenine Beekhuyzen

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