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GLEICHE ARBEIT – IMMER NOCH UNGLEICHER LOHN

Feb 22 • ARBEITEN, BLOG, Karriere • 1811 Views • Keine Kommentare zu GLEICHE ARBEIT – IMMER NOCH UNGLEICHER LOHN

Es wird leider immer wieder vergessen, dass die Forderung nach gleicher Entlohnung von Männern und Frauen zwar schon sehr alt, aber doch noch lange nicht umgesetzt ist. Im Gegenteil! Die Lohndifferenz in der Schweiz liegt im Durchschnitt bei 18.9% und entspricht somit einem Zeitraum von 47 Kalendertagen. 47 Tage, die Frauen länger arbeiten müssen bis sie das selbe Entgelt wie Männer, für vergleichbare Arbeit, erhalten haben.

Um auf diese Diskrepanz aufmerksam zu machen, wird seit 2009 auch in der Schweiz der EQUAL PAY DAY begangen. Dieser internationale Aktionstag kommt aus den USA – 1966 wurde er durch das National Committee on Pay Equity (NCPE) ins Leben gerufen – und steht für die Erreichung der Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen.

In der Schweiz wird der Equal Pay Day auf Initiative von Business & Professional Woman Switzerland (BPW) und anderen Akteuren (Frauenorganisationen, Gewerkschaften und eidgenössischen Stellen) durchgeführt. Das erklärte Ziel ist es, Frauen und Männer über die Lohnlücke und ihre Ursachen aufzuklären und die vielfältigen Ursachen von Entgeltunterschieden anzugehen.

Gefordert werden:
– eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, für Frauen und Männer,
– Teilzeitarbeit muss gleichwertig bezahlt werden wie Vollzeitarbeit,
– Frauen müssen auf allen Kaderstufen gleiche Sonderzahlungen wie Männer erhalten

Neben Staat und Arbeitgebern, kann auch jede und jeder Einzelne zur Veränderung beitragen. Zum Beispiel indem Frauen sich trauen, gleichen Lohn zu fordern bzw. mehr Lohntransparenz verlangen. Oder wenn Männer die Verantwortung für die Ernährung der Familie mit ihrer Partnerin teilen und Frauen sich schon in jungen Jahren auf eine langfristige Berufslaufbahn einstellen.

Unterstützung für die Aktion gibt es auch von oberster, offizieller Stelle. Simonetta Sommaruga, Bundespräsidentin der Schweizer Eidgenossenschaft, steht hinter den Forderungen des EPD: „Der Prozess der Gleichstellung ist längst nicht abgeschlossen. Frauen erhalten für die gleiche Arbeit vielerorts weniger Lohn als Männer. Diese Situation ist unhaltbar; sie muss sich endlich ändern. Ich erachte die Gleichberechtigung beim Lohn als selbstverständlich. Wir Frauen müssen auf dieser Forderung beharren, sie immer und überall mit Nachdruck wieder stellen. Dazu trägt auch der Equal Pay Day bei. Wenn ich in meinem Amt dazu beitragen kann, hier weitere Fortschritte zu erzielen, werde ich das tun.“

Offizielles Symbol der Aktion ist die rote Tasche. Sie steht für das Minus, also die „roten Zahlen“, in den Taschen der Frauen. Rund um den Equal Pay Day gibt es verschiedene Aktionen, bei denen auch diese markante Tasche an Frauen verteilt wird. Hier eine Übersicht:
– 21.02. Aktion Unhappy Hour in Bern
– 07.03. Nationale Kundgebung in Bern
– 07.03. Kundgebung in Zürich am Paradeplatz und Uni Zürich
– 09.03. Aktionstag in Bern

Weitere Informationen und Details zu den Veranstaltungen: www.equalpayday.ch

Text: Angie Eichler
Foto: www.flickr.com/Marcel Grieder Flickr Creative Commons unverändert übernommen

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