NACHHALTIGER UND ZUKUNFTSORIENTIERTER KARRIERESTART – GRÜNES LICHT FÜR DIE „MODERNE“ BEWERBUNG | GIRLS DRIVE | DAS KARRIEREMAGAZIN FUR STUDENTINNEN MIT DRIVE
Bevor es zum Gespräch mit dem Geschäftsführer kommt, kann neben der Papierbewerbung, die zunehmend nachhaltig zu gestalten ist, auf die Onlinebewerbung und für manche Jobangebote auch auf eine Bewerbung per App oder Video zurückgegriffen werden.

NACHHALTIGER UND ZUKUNFTSORIENTIERTER KARRIERESTART – GRÜNES LICHT FÜR DIE „MODERNE“ BEWERBUNG

Mai 13 • BLOG • 2964 Views • Keine Kommentare zu NACHHALTIGER UND ZUKUNFTSORIENTIERTER KARRIERESTART – GRÜNES LICHT FÜR DIE „MODERNE“ BEWERBUNG

Die papierlose Bewerbung, diese ist neben der eher traditionellen Papierbewerbung zur Realität im Bewerbungsalltag geworden. Einige Unternehmen wünschen trotz allgemein verbreiteter Digitalisierung, eine Bewerbung in der guten „alten“ Bewerbungsmappe. Diese kann mittlerweile dem modernen Nachhaltigkeitsbewusstsein Rechnung tragen und auch ohne das Grafikprogramm am Computer durch umweltbewusste Materialien und kreative Anhänge einen nachhaltigen Eindruck bei Arbeitgeber und Umwelt hinterlassen. Einen nachhaltigen Eindruck kann der moderne Bewerber in gewissen Branchen aber auch über eine App oder ein Video hinterlassen.

 

Die Onlinebewerbung – der Weg über das „intelligente“ Bewerbersystem des Unternehmens
Das Studium ist abgeschlossen und es kann sich voll und ganz auf die Bewerbung für den Traumjob konzentriert werden. Dies kann aber auch bereits vor Ablauf der Studienzeit gemacht werden, denn die Bewerbungsprozesse können sich – je nach Unternehmensstruktur und dem „Wunscheintrittstermin“ – einige Monate hinziehen. Für eine gewisse Beschleunigung haben in den letzten Jahren zunehmend Online-Bewerbungssysteme von Unternehmen gesorgt. Die eigenen Dateien – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Arbeitsproben – werden dafür zum Beispiel in einer PDF-Datei zusammengetragen und über „Upload-Buttons“ im System hochgeladen. Um zu gewährleisten, dass die eigenen Unterlagen erfasst werden, sollte vor Erstellung einzelner Dokument-Dateien überprüft werden, ob das Bewerberportal Beschränkungen hinsichtlich der Dateigröße oder des Dateiformates vorgibt. Mithilfe von kostenlosen Programmen (zum Beispiel PDF-Creator), die online herunterzuladen sind, können die Dateigröße abgeändert, einzelne Textdateien verschiedener Formate in ein PDF-Format konvertiert sowie einzelne PDF-Dokumente zusammengefügt werden. Jedoch geht eine veränderte Größe oft auch auf die Qualität der Darstellung, denn um die Datei zu verkleinern, wird meist die Auflösung verringert. Um eine gute Auflösung und eine passende Dateigröße zu finden, sollten vorab verschiedene Lösungsmöglichkeiten ausgetestet werden.

Neben dem Hochladen der Dateien müssen – obwohl die Daten bereits im Lebenslauf enthalten sind – in vorgegebene Felder persönliche Informationen (Adresse oder Geburtsdatum) sowie Angaben zum Abschluss oder zu vorherigen Tätigkeiten eingegeben werden. Mittlerweile nutzen einige Online-Management-Systeme aber auch das CV-Parsing. Der CV-Parser ist eine Software, die mit einer semantischen Analyse arbeitet, mit der Informationen automatisch aus Textinhalten herausgezogen und strukturiert werden. Der Begriff setzt sich aus „CV“ (lat. Curriculum Vitae = Lebenslauf) und „Parser“ (Syntaxanalysator) zusammen. Bei der Nutzung von Bewerbersystemen, die mit einem CV-Parser arbeiten, müssen nur die Dateien hochgeladen werden. Denn der Parser extrahiert wichtige Informationen direkt aus den Datensätzen und füllt offene Pflichtfelder des Onlineformulars damit aus. Neben dem Hochschulabschluss oder den Fachkenntnissen, kann die Software auch Bilder und Inhalte, die zum Beispiel auf Englisch verfasst sind, analysieren und erkennen.

 

Die Bewerbung mit dem digitalen „Brief“
Die E-Mail-Bewerbung gehört neben der Managementsystem-Variante, zu den häufig genutzten Bewerbungsformen, die das „Tor zur digitalen Welt“ – das World-Wide-Web – erst möglich gemacht hat. Der Kontakt zum potentiellen Arbeitgeber sollte trotz des Platzes, den die Mail für eine persönliche Ansprache bietet, nicht ausgereizt und nach diesen Tipps zur Gestaltung der elektronischen Bewerbung auf circa sechs Sätze beschränkt werden, die sich nicht mit den Inhalten der eigenen Bewerbungsdateien doppeln. Denn zur Vermittlung der wichtigen Informationen und zur Leistung von Überzeugungsarbeit sollten immer ausschließlich die angehängten Dateien, wie Lebenslauf und Anschreiben, dienen. Auf diese sollte jedoch in der Mail verwiesen werden, wie zum Beispiel mit: „Im Anhang finden Sie folgende PDF-Dateien…“ oder „In der Beilage erhalten Sie…“ Die Anhänge sollten möglichst im PDF-Format gesendet werden und insgesamt nicht größer als circa 4 MB sein, so dass die reibungslose Übermittlung gewährleistet ist. Und damit der hoffentlich zukünftige Arbeitgeber keinen „Druckmarathon“ hinlegen muss, ist die Gesamtseitenzahl der Dateien auf acht bis zehn zu beschränken. Im besten Fall ist das Bewerbungsmaterial in einer Datei zusammengefasst, damit sich der Personaler nicht erst durch jede einzelne Datei klicken muss. Über weitere Dateien, die für den Arbeitgeber vielleicht von Interesse sein könnten, die aber das Datenvolumen sprengen würden, kann in der Mail hingewiesen und diese bei Interesse in einer separaten Mail verschickt werden. Am Ende der Mail sind die Kontaktdaten zu vermerken und die Betreffzeile ist für eine genaue Zuordnung eindeutig zu beschriften. Damit der Empfänger direkt weiß, wie die E-Mail einzuordnen ist und diese nicht zwischen anderen Mails verloren geht, sollten in der Betreffzeile neben dem Namen, die Stellenbeschreibung oder die Kennnummer sowie das Wort (Initiativ-)Bewerbung auftauchen

Die digitalen Bewerbungsformen haben für Effizienz und Nachhaltigkeit gesorgt – insbesondere, was die ökologische Nachhaltigkeit betrifft. Sich nachhaltig und somit nah am Zeitgeist zu präsentieren – der Nachhaltigkeitstrend ist in aller Munde – kann in jedem Fall nicht schaden. Besonders, wenn sich das Unternehmen, wie es bereits einige tun, mit dem Thema auseinandersetzt und es Teil des Images ist.

Wenn die E-Mail-Bewerbung erfolgreich war, ist die Freude groß. Jedoch sollte diese nur in etwa sechs Sätze enthalten und die Überzeugungsarbeit den Anhängen überlassen werden.

Wenn die E-Mail-Bewerbung erfolgreich war, ist die Freude groß. Jedoch sollte diese nur in etwa sechs Sätze enthalten und die Überzeugungsarbeit den Anhängen überlassen werden.

Die „Oldschool-Bewerbung“ im modernen Nachhaltigkeits- und Kreativmantel
Die Bewerbung über E-Mail oder das Managementsystem des Unternehmens sind zwar Varianten, die in Mode sind, aber dennoch gibt es einige Unternehmen, die auf die gute „alte“ Papierbewerbung setzen, die fertig ausgedruckt, mit persönlicher Unterschrift und in einem individuellen Design im Briefkasten landet. Gerade, wenn in einer Stellenausschreibung nicht explizit darauf hingewiesen wird, dass eine E-Mail-Bewerbung gewünscht ist und nur die Postadresse vermerkt ist, sollte auf die Papierform zurückgegriffen werden. Und obwohl die E-Mail als nachhaltige und sozusagen ökologische Bewerbungsform gilt, kann mittlerweile auch die Papierbewerbung – Nachhaltigkeitstrend sei Dank – umweltfreundlich gestaltet werden. Es gibt recycelbares Papier zu kaufen, das zu 100 Prozent aus Altpapier besteht. Das wiederverwertbare und ökologisch-verträgliche Papier ist unter anderem mit dem Siegel „Der Blaue Engel“ versehen. Dem Papier kann zusätzlich zum Nachhaltigkeitsfaktor auch eine ganz individuelle Note verliehen werden, mit dem die Papierbögen sozusagen wie aus einem Guss erscheinen, indem diese zum Beispiel dezent die Farben des potentiellen Arbeitsgebers aufgreifen. Denn die Augen der Personaler sehen meist die Feinheiten und eine Papierbewerbung kann aufgrund der Beurteilung auf den ersten Blick (wenig ansprechendes Design, Flecken oder Knicke) oft schneller ausscheiden, als die E-Mail-Bewerbung.

Nachhaltigkeit bei der Papierbewerbung: Bewerbungsmappe und Papierbögen können individuell und umweltfreundlich in den Farben des Unternehmens bedruckt werden und sind aus 100 Prozent Altpapier erhältlich.

Nachhaltigkeit bei der Papierbewerbung: Bewerbungsmappe und Papierbögen können individuell und umweltfreundlich in den Farben des Unternehmens bedruckt werden und sind aus 100 Prozent Altpapier erhältlich.

So bieten sich auch individuelle Briefbögen mit hoher Papierqualität an, die nicht nur nachhaltig hergestellt werden, sondern auch nach eigenen Vorgaben umweltbewusst bedruckt werden lassen können. Damit können sich auch weniger grafisch Affine mit ihrer Bewerbung kreativ und qualitativ in Szene setzen. Die gesamte Produktion von individuellen Druckprodukten ist mittlerweile ohne großen Ausstoß von schädlichen Stoffen möglich. Die nachhaltige Produktionskette wird durch Kooperationsgemeinschaften hiesiger Unternehmen gewährleistet, die eine umweltbewusste Herstellung sowie den C02-neutralen Versand mithilfe von Partnern aus dem Versand-, Verpackungs- und Entsorgungsbereich umsetzen und fördern. Denn nicht nur die Druckprodukte, sondern auch deren Verpackung ist recycelbar und wird von kostenlosen Entsorgungsfirmen recycelt. Diese nachhaltige Produktion und Lieferung gehen mit dem steigenden Nachhaltigkeitsbewusstsein einher, das nicht mehr länger ausschließlich für Umweltbewusstsein steht, sondern eine ganzheitliche und moderne Lebenseinstellung sowie eine innere Haltung präsentiert. Und für die Papierbewerbung im modernen Nachhaltigkeitsmantel – denn auch die Mappen gibt es oft zu 100 Prozent aus Altpapier – gibt es dann vielleicht nicht nur von der Umwelt, sondern auch vom potentiellen Arbeitgeber grünes Licht.

 

Die „Newschool-Bewerbung“ – vom Social-Media-Profil bis hin zu Video und App
Aber nicht nur der Weg über die Onlineportale, den eigenen E-Mail-Account oder die nachhaltige Papierbewerbung liegt im Trend. Auch neuartige Formen wie zum Beispiel die mobile Bewerbung mithilfe einer App für die Bewerbung „von unterwegs“. Mit der App kann ein persönliches Profil sowie eine Bewerbungsmappe erstellt werden. Zudem können Videos hochgeladen für Unternehmen hochgeladen werden, die die „App-Bewerbung“ unterstützen und die Firmen können wiederum direkt Fragen an den Bewerber stellen. So können sich beide Seiten einen ersten Eindruck verschaffen, bevor es an die Einladung zum Bewerbungsgespräch geht. Aber auch die Unternehmen machen ihrerseits zunehmend mit Kurzaufnahmen auf sich aufmerksam und nutzen spezielle sechs Sekunden lange Videos zur Rekrutierung. Diese laufen in einer Endlosschleife auf der Homepage oder den Social-Media-Kanälen ab. Auch die Bewerbung über soziale Netzwerke ist eine der „neumodischen“ Formen des Bewerbungsprozesses, darüber kann ein Profil erstellt werden und wer Glück hat, wird von einem Headhunter entdeckt oder erfährt schon vor anderen über ein interessantes Stellenangebot.

 

Fazit
Egal, ob online, mit einem Kurzvideo oder mit der nachhaltigen Papierbewerbung, bei der eigenen Bewerbung sollten neben den fachlichen auch individuelle Faktoren einfließen. Diese können aus einer kreativen und nachhaltigen Gestaltung der Papierbewerbung oder – je nach Berufsfeld – aus einem Video bestehen, dass die Persönlichkeit und das Interesse durch einen Mehraufwand, mit dem sich abgehoben wird, wiederspiegeln.

 

Text bearbeitet von Amina El-Hozayel

Bilder:

Abbildung 1: © contrastwerkstatt – fotolia.com (#100649547)

Abbildung 2: © Antonioguillem – fotolia.com (#99777403)

Abbildung 3: © Picture-Factory – fotolia.com (#104989740)

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