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Aviva Sinay

Rundum sportlich – bitte den Beckenboden nicht vergessen

Nov 23 • Allgemein, BLOG, ERFAHRUNG, Lifestyle • 3024 Views • Keine Kommentare zu Rundum sportlich – bitte den Beckenboden nicht vergessen

Bild: Flickr Aviva Sinay Keith Allison CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Straffe Oberschenkel, feste Oberarme und ein Bauch, der langsam, aber sicher die Konturen eines Waschbretts erahnen lässt. Das ist doch mal ein richtig sportlicher Körper – zumindest auf den ersten Blick. Denn während die offensichtlichen Körperteile und Muskeln intensiv trainiert werden, geraten andere wiederum komplett in Vergessenheit. Der Beckenboden gehört zweifelsohne dazu. Dabei ist ein gut trainierter Beckenboden gerade für uns Mädels alles andere als unwichtig – und das nicht zuletzt für ein erfülltes Sexualleben.

Sensible Blase adé

Hättet ihr’s gewusst? Der menschliche Körper ist mit rund 650 verschiedenen Muskeln ausgestattet. Einer davon ist der Beckenbodenmuskel, von dem wir im Alltag allerdings so gut wie nichts mitbekommen. Dennoch kann es sich mehr als lohnen, diesen Muskel hin und wieder ein wenig zu trainieren. Wer eine sensible Blase hat und das stille Örtchen plötzlich und häufig aufsuchen muss, weiss, wie unangenehm und lästig das sein kann. Hier kann ein guttrainierter Beckenboden Abhilfe schaffen. Mit dem Faszien-Training beispielsweise, für das lediglich eine Trainingsmatte und zwei kleine Bälle gebraucht werden, wird der Beckenboden besser durchblutet und die sensible Blase spürbar gestärkt. Eine detaillierte Anleitung zum Training samt Video findet man mühelos im Internet.

Mit Beckenbodentraining zu mehr Lustempfinden

Ein gut trainierter Beckenboden kann aber weit mehr, als sich „nur“ positiv auf eine sensible Blase auszuwirken. Auch beim Thema Sexualität erweist er sich als sehr hilfreich. Denn der Beckenbodenmuskel ist quasi auch gleichzeitig der Liebesmuskel. Ist dieser „gut in Form“, steigt automatisch das Lustempfinden und damit auch die Orgasmusfähigkeit. Schwache Beckenbodenmuskeln dagegen haben genau die umgekehrte Wirkung. Wenn das nicht noch ein triftiger Grund mehr ist, die Trainingsklamotten auszupacken und direkt loszulegen! Wobei noch nicht einmal das unbedingt erforderlich ist.

Ob effektiv oder schnell zwischendurch – Hauptsache trainieren

Die Beckenbodenmuskeln kann man schliesslich immer und überall trainieren. Und kurz mal zwischendurch ist immer noch besser als gar nicht. Ob in der U-Bahn, in der Uni oder eben zu Hause – den Beckenboden kann man trainieren, ohne, dass es andere merken. Einfach kurz irgendwo gerade hinstellen (angelehnt an eine Wand oder einen Stuhl) und die Füsse übereinander kreuzen. Anschliessend gelöst zum Bauch und den Beckenboden atmen und dabei die Muskulatur ordentlich anspannen. Das Ganze nach Möglichkeit bis zu viermal wiederholen. Ein gut trainierter Beckenboden beugt übrigens auch Problemen während und nach der Schwangerschaft vor und ist für alle, die in naher Zukunft Nachwuchs planen, fast schon ein Muss. Wer ein gezieltes Training in Angriff nehmen möchte, sollte immer auf die exakte Ausführung der Übungen achten. Damit beugt man Verletzungen wie beispielsweise Zerrungen vor und steigert die Effektivität des Trainings.

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