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SCHULDENFALLE ADE!

Dez 9 • Allgemein, ARBEITEN, BLOG, HIRN AN, Karriere, RATGEBER, WACHSEN • 1323 Views • Keine Kommentare zu SCHULDENFALLE ADE!

Verantwortungsbewusst mit Geld umgehen, das will gelernt sein und gelingt nicht allen gleich gut. Obwohl die Mehrheit der jungen Erwachsenen den Schritt in die finanzielle Selbstständigkeit ohne grosse Probleme meistert, verschuldet sich ein Teil der Jugendlichen in dieser Phase. Jung und pleite? Das wünscht sich niemand. An dieser Stelle ist es wichtig, dass schuldenpräventive Massnahmen gezielt eingesetzt werden, damit das Risiko in die Schuldenfalle zu tappen, vermindert wird. Doch welche Präventionen schützen junge Menschen tatsächlich vor Verschuldung und wie ist ihre Wirkung einzuschätzen? Erste Ergebnisse dazu liefert die neu veröffentlichte Studie „Wirkt Schuldenprävention?“ von der Hochschule Luzern.

Die Studie kommt zu den Schlussfolgerungen, dass Finanzwissen in Bezug auf Umgang mit Geld wichtig ist, aber alleine für ein schuldenfreies Leben nicht ausreicht. Umso mehr spielen psychologische Faktoren eine zentrale Rolle: Wenn junge Leute sich selbst zutrauen, ihr Geld im Griff zu haben und sie sich selbst kontrollieren können, ist das Risiko einer Verschuldung geringer. In diesem Zusammenhang spielen auch die Eltern eine wichtige Rolle, indem sie mit gutem Vorbild vorangehen und in der Familie über das Thema Geld offen gesprochen wird.

Präventive Massnahme wollen auch die Orientierung an konsumorientierten Werten und Normen ansprechen. Dem hiesigen Motto „kaufen, kaufen, kaufen“ ist in der heutigen Konsumgesellschaft oft schwer zu widerstehen. Vor allem Jugendliche mit tiefem Selbstwertgefühl und hoher Beeinflussbarkeit möchten mit ihren Gleichaltrigen mithalten, was zu einer Verschuldung führen kann. Jedoch verschulden sich laut der Studie die jungen Erwachsenen nicht in erster Linie durch Konsumkredite, sondern wegen unbezahlten Rechnungen, v.a. Steuerrechnungen.

Die Erkenntnisse der Studie sollen bei der Ausgestaltung der Schuldenprävention helfen, damit die grösstmöglichste Wirkung erzielt werden kann. Denn: Ohne Schulden lebt es sich einfach besser.

Informationen zur Studie:
Die Studie „Wirkt Schuldenprävention?“ wurde im Auftrag der Schuldenberatung Aargau-Solothurn, der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen, die Plusminus Budget- und Schuldenberatung Basel und der Müller-Möhl Foundation erstellt und unter der Leitung von Dr. Claudia Meier Magistretti durchgeführt.

 

Text: Linda Roniger

Bildrechte: r denton RobertDentonAttorney – flickr.com/photos/95162363@N04/ – Flickr Creative Commons

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