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Selbstvermarktung im Job: Wir müssen uns einfach besser verkaufen können

Sep 13 • Allgemein, ARBEITEN, ERFAHRUNG, First Job, RATGEBER, WEITERBILDUNG • 3238 Views • Keine Kommentare zu Selbstvermarktung im Job: Wir müssen uns einfach besser verkaufen können

Wir haben den gleichen Studienabschluss, die gleiche Berufserfahrung und mindestens genauso viele Überstunden auf dem Buckel wie der gleichaltrige Kollege neben uns. Trotzdem verdient er in vielen Fällen oft mehr als wir. Wahrscheinlich, weil wir uns im Bewerbungsgespräch nicht selbstbewusst genug gezeigt oder uns in der letzten Gehaltsverhandlung einfach nicht getraut haben, noch ein paar hundert Franken mehr zu fordern. Selbstvermarktung geht oft einher mit Selbstbewusstsein. Doch wie können wir uns im Job besser verkaufen?

Kompetenz allein reicht nicht

Als Sarah Günther ihr erstes Vorstellungsgespräch für ein Praktikum hatte, lernte sie Standardfloskeln auswendig, um den potentiellen Arbeitgeber zu überzeugen. Die Stelle erhielt sie am Ende zwar, jedoch weiss sie, mittlerweile Senior Human Resources Assistant bei Deloitte, dass sie sich eigentlich hätte viel besser vermarkten müssen. Wer zu Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, hat mit seiner fachlichen Kompetenz nämlich eigentlich schon überzeugt. Danach zählt nur noch die Selbstvermarktung. Sprich, wie wir das, was wir bereits können, als so wichtig und ausschlaggebend für den weiteren Erfolg der Firma anpreist, dass der potentielle Arbeitgeber gar nicht anders kann, als uns einzustellen. Das Problem bei uns Frauen ist der Beraterin Gianna Possehl zufolge, dass das wir uns selbst klein machen. „Nur nicht dominant wirken“, heisst oft die Devise. Sollen Männer positive Eigenschaften von sich aufzählen, geht das oft viel schneller als bei Frauen, so Possehl. Dabei ist die Rede hier nicht nur vom Auftreten bei Vorstellungsgesprächen, in Gehaltsverhandlungen oder bei Meetings. Nein, bereits die Bewerbungen gehen oft an Stellen, die eigentlich unter unseren Qualifikationen liegen. Des Weiteren bedeutet „Selbst-PR“ eben nicht – wie viele Frauen irrtümlicherweise häufig denken –, dass man sich selbst nicht treu bleibt. Nein, wer zwischen seiner Rolle im Privatleben und seiner beruflichen Rolle unterscheiden kann, hat den Code für beruflichen Erfolg meist nämlich bereits geknackt.

Kleide dich für den Job, den du möchtest, und nicht für den, den du hast

Der Sinnspruch Giorgio Armanis ist sowohl für Frauen als auch Männer wahr. Doch während Männer es bei dem Herrenausstatter relativ leicht haben – denn seien wir mal ehrlich, es bleibt doch meistens beim Anzug plus/minus einige kleiner Details –, kann die Garderobe von uns Frauen doch deutlich vielfältiger ausfallen. Umso wichtiger ist es, den richtigen Ton zu treffen bzw. die optimale Kombination auszuwählen. Im Sinn der Überschrift, muss es heissen: Dress to impress. Gerade dann, wenn der oder die Chefin gerade die geeignetsten Kandidaten für das nächste grosse Projekt mit einem namhaften Kunden auswählt. Warum nicht bei Peter Hahn das nächste qualitativ hochwertige Business-Outfit bestellen und gleich noch bei Sarenza die passenden Schuhe in den Warenkorb packen? Dass schicke Kleidung einen seriöseren Auftritt garantiert, ist hinlänglich bekannt. In Kombination mit unserem fachlichen Know-how ist uns das nächste Projekt sicher.


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