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MENTORING – LEARNINGS ZUM ENTSCHEIDUNGSFINDUNGSPROZESS

Aug 31 • Allgemein, BLOG, MENTORING & COACHING, Studium • 2480 Views • Keine Kommentare zu MENTORING – LEARNINGS ZUM ENTSCHEIDUNGSFINDUNGSPROZESS

Im Verlaufe des Mentoring-Programms sammeln sich so einige spannende Erkenntnisse an. Nachfolgend findet ihr einen kleinen Auszug zum Thema Entscheidungsfindungsprozess oder auch Kreativitätstechnik, der aus einer Session mit meiner Mentorin Michela Wagner und ihrem Team der KEUNE Academy (auf dem Foto seht ihr einen Ausschnitt des Prozesses) entstanden ist:

Die Entwicklung von Ideen ist immer wieder ein Thema, sei es beruflich oder privat. Ansätze dazu gibt es viele. Ich habe eine spannende Vorgehensweise kennengelernt, wie strukturiert und effizient neue Ideen generiert und bewertet werden können. Das Ganze basiert auf dem Grundsatz von drei verschiedenen Rollen, die es nacheinander aktiv einzunehmen gilt: Der Visionär, der Kritiker und der Realistiker. Diese drei Rollen werden der Reihe nach durchlaufen. Um das Bewusstsein für die jeweilige Rolle zu verstärken, finden die drei Sequenzen an unterschiedlichen Orten und mit unterschiedlichen Körperhaltungen statt.

Der Visionär nimmt beispielsweise eine offene Körperhaltung ein, nickt zustimmend, ist positiv und kennt keine Kritik. In der Rolle des Visionärs wird ein Brainstorming betrieben, welches kein „NEIN“ oder „ABER“ kennt. Alle Ideen, sind sie nun realistisch oder extrem abwegig, werden aufgenommen. Dies ist nicht immer einfach, fällt man doch extrem schnell in eine kritische Haltung.

Aber erst wenn sämtliche Ideen gesammelt sind, darf in den Zustand des Kritikers übergegangen werden. Ein Platzwechsel ist angesagt. Stirnen dürfen gerunzelt werden, das Gesicht darf kritisch verzogen werden, die Denkerhaltung darf eingenommen werden. Es geht in dieser Phase darum, jede einzelne Idee kritisch zu behandeln. Welches sind die Punkte, die dagegen sprechen?

Sind alle Ideen zerpflückt worden, wird in den dritten und letzten Zustand übergegangen: der Realistiker. Auch hier werden wieder ein neuer Platz und eine neue Haltung eingenommen. Hier können die einzelnen Ideen nun auf ihre Durchführbarkeit überprüft, Positives wie auch Negatives abgewogen und die Favoriten-Idee gekürt werden. Dabei kann zum Beispiel eine demokratische Abstimmung oder das Ziehen eines Loses helfen. In kurzer Zeit kann so von einer Fragestellung zu einem gut abgewogenen Resultat gelangt werden.

Doch: Es ist gar nicht so einfach, sich nicht aus dem vorgegebenen Rahmen der einzelnen Rollen zu bewegen. Nur zu schnell wird zu früh (also im Stadium des Visionärs) eine kritische Bemerkung eingebracht oder eine Idee schon viel zu früh weiterentwickelt. Deswegen ist bei diesem Vorgehen höchst relevant, dass ein Teammitglied darauf achtet, dass die Rollen nicht verlassen werden. Gelingt dies, ist die Zielerreichung schon fast garantiert. Ich wünsche viel Spass beim Ausprobieren, sei es beruflich oder privat.

 

Text: Nadia Eggmann
Bild: Michela Wagner

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