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SUITS – EXCLUSIVES INTERVIEW MIT GABRIEL MACHT

Jun 19 • Allgemein, BLOG, GENIESSEN, HIRN AUS, Lifestyle • 3987 Views • Keine Kommentare zu SUITS – EXCLUSIVES INTERVIEW MIT GABRIEL MACHT

Als grosse Suits-Fans freuen wir uns sehr, euch ein exklusives Home Entertainment Interview mit dem Star der Erfolgsserie präsentieren zu dürfen. Gabriel Macht, alias Harvey Specter, hot, smart und unglaublich witzig plauert anlässlich dem DVD Release der 2. Staffel (hier geht’s zum Gewinnspiel) aus dem Nähkästchen – viel Vergnügen!!

Was sind die grössten Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Suits Staffel?

Die erste und zweite Staffel unterschieden sich grundsätzlich in ihrem Aufbau. In der ersten Staffel hatten wir jede Woche einen in sich abgeschlossenen Fall und am Ende dieser Staffel gab es zwei, drei Episoden, die miteinander verknüpft waren. In der zweiten Staffel gibt es dann einige in sich abgeschlossene Fälle sowie Cases, die sechs oder sieben Episoden lang dauern. Es gibt eine ganze Menge mehr Drama innerhalb der Firma und zwischen den Charakteren. In der zweiten Staffel dreht sich alles um Loyalität und die Machtkämpfe innerhalb der Firma, aber auch in den privaten Liebesbeziehungen der Charaktere steht viel auf dem Spiel. Am Ende jeder Episode gibt es neu einen Cliffhanger und die Zuschauer warten gespannt darauf, wie es in der nächsten Folge weitergeht.Suits: Season:2

 

Wie würdest du die Themen der Serie zusammenfassen?

Oh Gott, als alles, was in unserer Gesellschaft schrecklich ist (lacht). Die Serie spielt mit den Dynamiken einer Anwaltskanzlei, aber das könnte auch irgendein Büro in irgendeiner Arbeitsumgebung sein, wo es Leute gibt, die Dinge verheimlichen oder etwas hinterlistig sind. Loyalität ist ein wichtiges Thema. Die Leute haben verschiedene Ansichten darüber, wie ein Unternehmen geführt werden sollte, was zum Beispiel bei der Invasion einer britischen Kanzlei zum Ende der zweiten Staffel zum Ausdruck kommt. Es gibt Machtkämpfe, Loyalitätsprobleme, sexuelle Beziehungen unter Arbeitskollegen, Betrügereien, hinterhältige Aktionen… Es läuft eine Menge!

 

Wie würdest du Harvey beschreiben?
Von aussen ist Harvey ein Krieger, ein Top Wirtschaftsanwalt, der immer gewinnen will – koste es, was es wolle. Er hält sich nicht an Vorschriften, ist ein guter Bluffer. Er legt viel Wert auf ein repräsentatives Aussehen und will seinen Kunden vermitteln, bei ihm stets in den besten Händen zu sein. Aber darunter hat er eine Menge Probleme. Er ist sehr integer, aber auch sehr unsicher, was ab und zu zum Vorschein kommt. Sein Ego geht manchmal etwas mit ihm durch, aber ich denke letzten Endes verfügt er über die richtigen Werte und hat einen unglaublichen Instinkt.

Was habt ihr gemeinsam? Und worin unterscheidet ihr beiden euch?

(lacht) Ich habe überhaupt nichts gemeinsam mit Harvey! Ich habe versucht, seinen Charakter gemäss Aaron Korsh’s Script weiterzuentwickeln, zu einer Art Mischung aus dem Äusserem von Cary Grant und dem Inneren von Steve McQueen. Wir sind also sehr unterschiedlich, Harvey und ich. Ich bin nicht so machtbesessen und ehrgeizig wie er. Ich bin ein ehrlicher Kerl und stehe in meinem Privatleben viel mehr zu meiner Verletzbarkeit als er. Es ist ganz lustig: Er ist der Boss, er kann jeden zum Schweigen bringen, kann jeden Fall gewinnen – das bin einfach nicht ich.

 

Ziehst du dich im echten Leben auch so elegant an?

Suits - Season 2Ich lerne so viel über gute Schnitte und schöne Linien seit ich diese tollen Anzüge tragen darf! Ich verstehe unterdessen, was es braucht, um einen guten Anzug zu schneidern und dass Mode eine wunderschöne Kunstform ist, wenn sie richtig gemacht ist. Aber sein Style ist definitiv nicht meiner! Ich schmeisse mich lieber in eine Jeans und schwarze Vans und gut ist.

Kanntest du dich vor deiner Rolle als Harvey bereits etwas in der Welt der Rechtswissenschaften aus?

Nicht wirklich. Aber meine Familie schon: Meine Schwester war Assistentin des Bezirksanwalts in der Bronx in den 90er Jahre und mein Grossvater war ein Richter. Meine Tante und mein Cousin waren im Familienrecht tätig, aber ich hatte nie die Intention, Rechtswissenschaften zu studieren. Das war einfach nicht mein Ding. Meine Mutter wollte immer, dass ich Anwalt oder Arzt werde und ich sagte ihr: „Schau, eines Tages werde ich einen davon am TV spielen“ – und jetzt durfte ich schon mal beide Rollen porträtieren.

Wie hast du dich auf die Rolle als Harvey vorbereitet?

Ich habe viel mit meiner Schwester gesprochen und ich habe einen Freund, der als Wirtschaftsanwalt tätig war und mir die Basics beigebracht hat. Einige der Drehbuchautoren sind Ex-Anwälte und wir haben durch sie viel recherchiert. Aber ehrlich gesagt, geht es mehr darum, die Dynamik zwischen diesen Leuten zu interpretieren als über die Rechts-Details Bescheid zu wissen. Wenn du verstehen kannst, worum es in dem Fall, den du gerade bearbeitest, geht, musst du nicht noch Gesetzesbücher wälzen. Letzen Endes soll es einfach so aussehen, als wüsstest du genau Bescheid, worüber du redest.

Könntest du Harvey‘s Job auch im echten Leben machen?

Oh Gott, nein! Das würde meine Fähigkeiten wohl übersteigen und mich gar nicht interessieren. Ich schätze das Gesetz, aber ich will da nicht hingehen und Leute verteidigen müssen.

Hast du dich mit anderen Karrieremöglichkeiten befasst, bevor du Schauspieler wurdest?

Es gab für mich eigentlich immer nur die Schauspielerei. Schon als Junge wusste ich, dass die Schauspielerei das ist, was ich machen wollte. Ich habe einen Film gedreht („Why Would I Lie?“ 1980) als ich acht Jahre alt war. Mein Vater ist Schauspieler und habe ihn oft am Set besucht. Ich sah die Geschichten, die er erzählte und wusste: „Das will ich auch machen!“. Ich war immer fasziniert vom Kino und dem Fernsehen. Ich hatte nie den Ehrgeiz, irgendetwas anders zu tun, als zu schauspielern. Regie zu führen, würde mich aber auch reizen und ich hoffe, dies eines Tages tun zu können. Ich will bei dieser Show überall mit anpacken. Vielleicht kann ich nächstes oder übernächstes Jahr bei einer Folge Regie führen, danach mache ich vielleicht einen kleinen Film – ein persönliches Drama oder so was.

 

War die Schauspielerei stets ein Leichtes für dich?

Es gab auf jeden Fall Ups und Downs, aber die gibt es doch in jeder Karriere. Auf jeder Stufe gilt es, andere Herausforderungen zu meistern. Als Kind wollte ich schauspielern, habe einen Film gemacht und dann haben mich meine Eltern aus dem Geschäft genommen. Das war hart, weil ich all die anderen Kinder gesehen habe, die schauspielerten, und wusste „Das kann ich auch!“. Ich hatte es ja bereits mal gemacht und es lief ganz gut, aber meine Eltern wollten nicht, dass ich ein Leben als Kinderstar führte. Sie wollten, dass meine Kindheit so normal wie möglich ablief. In der High School habe ich sie gebeten, mir einen Agenten zu besorgen und sie haben mir gesagt: „Wenn du lernen willst zu schauspielern, geh an die Schauspielschule.“ Ich habe dann meinen Abschluss in Fine Arts an der Carnegie Mellon, der älteste Schauspielschule der USA, gemacht. Dann bin ich nach New York gegangen und musste um Theaterauftritte, Kurzauftritte in TV-Shows und Indie-Filme kämpfen. Ich wurde aus einem Theaterstück geworfen, dann wurde eine meiner Pilotsendungen aufgenommen und nach der ersten Episode haben sie mich ersetzt… Da habe ich einige harte Lektionen gelernt, aber ich hatte auch ganz tolle Erlebnisse. Ich konnte mit einigen der besten Schauspieler und Regisseure unserer Zeit zusammen arbeiten und wunderbare Freundschaften schliessen. Ich kann mich wirklich nicht beklagen. In diesem Geschäft gibt Höhen und Tiefen, das habe schon früh von meinem Vater gelernt. Man lernt von seinen Erfolgen, aber auch von seinen Fehlern und Misserfolgen. Man darf sich von den Tiefschlägen nicht entmutigen lassen, man muss immer weiter machen.

bearbeitet von Isabel Steinhoff
Bilder: Christos Kalohoridis/USA Network

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