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Fiat500_SheilaEggmann

VERLIEBT IN EINEN KLEINEN ITALIENER

Sep 11 • BLOG, Lifestyle • 3071 Views • Keine Kommentare zu VERLIEBT IN EINEN KLEINEN ITALIENER

Ich gebe zu, ich bin ein bisschen vernarrt in den Cinquecento. War ich schon immer. Das Auto ist der Inbegriff von Knuffigkeit und versprüht seinen ganz eigenen Charme. Umso neugieriger war ich auf die Präsentation des nach 8 Jahren überarbeiteten New Fiat 500 in seiner Geburtsstadt Turin.

Das Motto der Neuaufmachung des Fiat500 war: Modifizieren, aber nicht verändern. Ein Klassiker solle schliesslich so bleiben, wie er ist. Auffällig am neuen Design sind demzufolge nur die dreieckigen Heckleuchten, ansonsten scheint ausser kleineren Überarbeitungen an der Front äusserlich alles beim Alten zu sein. Die Motorhaube hat ihre charakterische, gewölbte Form behalten- Ist auch gut so, denke ich. Die Hauptscheinwerfer sind neu oval, und sollen dem Italiener einen neuen Charakter verleihen. Der Hersteller verkündet stolz, der Fiat500 sei nun dank seinem herausfordernden Blick definitiv unisex. Meine männlichen Kollegen sind von der Ansage aber offenbar nicht ganz überzeugt. Nach wie vor scheint es, als müsse man entweder italienisches Blut haben, oder weiblich sein, um die Knutschkugel zu mögen.

Fiat hat die Farbpalette der Ikone um zwei weitere schöne Farben erweitert- um Corallo Rot und Opera Bordeaux. Auch zwei weitere Felgentypen sind verfügbar. Zudem stehen 6 „Second Skins“, also Folierungen, zur Auswahl, um das Fahrzeug individueller gestalten zu können. Hier scheinen die Bemühungen bei meinen männlichen Kollegen zu wirken, sie fahren total darauf ab! Mich jedoch haut das Design dieser Second Skins nicht aus den Socken. Das Auto hat weder kindliche Streifen, noch ein verkrampft männliches Camouflage Muster nötig.

Der Charmebolzen ist mit dem Zweizylinder-Benziner TwinAir in zwei Leistungsstufen oder dem Vierzylinder-Benziner 1.2 8V erhältlich. Für den Testride schnappe ich mir den 105 PS starken Zweizylinder. Die Teststrecke führt mich und meinen Beifahrer mitten durch Turin. Was mir sofort auffällt: wir sind nicht alleine. Gefühlt jedes zweite Auto ist hier ein Fiat500. Man merkt eindeutig den Stolz, den die Italiener für ihren Fiat empfinden. Ich fühle mich gut im Auto. Irgendwie süss und frech. Ganz dem italienischen Strassenverkehr angepasst, wechseln wir auch mal ohne zu blinken die Fahrspur. Es wird uns verziehen. Es scheint, als ob einem Fiat in Turin alles verziehen wird. Und wie fährt sich das Auto? Das Motörchen leistet seine Arbeit, ich muss jedoch schon mal in den zweiten Gang schalten, um eine kleinere Steigung bezwingen zu können. Aber ich verzeihe ihm- ich kann nicht anders.

 

Text & Foto: Sheila Eggmann

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