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WAS NEMO UND WALL-E MITEINANDER ZU TUN HABEN: DIE PIXAR THEORIE

Sep 16 • Allgemein, BLOG, GENIESSEN, HIRN AUS, Lifestyle • 2849 Views • Keine Kommentare zu WAS NEMO UND WALL-E MITEINANDER ZU TUN HABEN: DIE PIXAR THEORIE

Wer kennt sie nicht die wunderbaren Animationsfilme von Pixar. Filme wie ‚Findet Nemo‘ oder ‚Oben‘ werden gerne mal als Kinderfilme abgestempelt, Pixar Filme sind meiner Meinung nach jedoch etwas für Gross und Klein. So natürlich auch für Girls mit Drive, die sich gerne einmal eine Pause vom anstrengend Uni- und Arbeitsalltag gönnen ☺ Seit einiger Zeit kursiert in den Weiten und Tiefen des Internets eine Theorie, welche die Pixar Welt auf den Kopf stellt. Im positiven Sinne.

Konkret geht es um die ‚Pixar Theory‘, die durch Jon Negroni ihren Anfang nahm. Besagter Jon hat im Juli 2013 auf seinem Blog eine Theorie darüber aufgestellt, dass alle Pixar Filme im gleichen Universum spielen und somit alle verknüpft sind. Die Welt von ‚Cars‘, die aus sprechenden Autos besteht soll einen Zusammenhang haben mit dem grossen Krabbeln? Wie soll denn das gehen? Nun, die verschiedenen Filme spielen in verschiedenen Zeitabschnitten, die Pixar Welt verändert sich, wie auch unsere Welt, mit der Zeit.

Der älteste Film der Pixar Zeitrechnung ist ‚Merida‘, der von einem keltischen Königreich und seiner Prinzessin handelt. Der Film liefert eine Erklärung dafür, wieso die Tiere der späteren Filme (wie beispielsweise Nemo) sich so menschlich verhalten und sprechen können. Schuld dafür ist eine Hexe, welche die Tiere verzaubert. Beispielsweise wird auch die Mutter von Merida in einen Bären verwandelt. Gemäss der Pixar Theorie entwickelt sich die Intelligenz der Tiere mit der Zeit stetig weiter und schon bald lernen sie sich menschliche Fähigkeiten anzueignen, wie die Ratte Remi aus ‚Ratatouille‘, die plötzlich kochen kann. Im Film ‚Oben‘ entwickelt der Protagonist ein Gerät, welches seinen Hund sprechen lässt, was die Intelligenz der Tiere indiziert und ebenfalls ein Hinweis darauf ist, dass die Menschen die Intelligenz der Tiere beginnen zu erkennen. In ‚Findet Nemo‘ sind die Tiere so weit entwickelt, dass die vergessliche Dory unter den anderen Fischen mit ihrer unterentwickelten Intelligenz eine Ausnahme darstellt. Ebenfalls sieht man in diesem Film erste Anzeichen für die Ausnutzung der Tiere durch den Menschen.

Gleichzeitig hat auch die technische Entwicklung weiter stattgefunden, die schliesslich soweit führt, dass auch Autos wie in ‚Cars‘ intelligente Lebewesen darstellen. Im Film ‚Die Unglaublichen‘ sieht man ersten Anzeichen der technischen Intelligenz und ebenfalls dafür, dass die Maschinen wie auch die Tiere anfangen sich gegen die Menschen zu richten. Dieser Film erklärt auch wieso plötzlich Spielsachen wie in ‚Toy Story‘ zum Leben erweckt werden, nämlich durch das Freisetzen einer unglaublich starken Energie, wie sie in einem Vakuum entsteht.

Die Menschen nutzen die Maschinen immer weiter und die Maschinen selber stärken ihre eigene Verbreitung durch die Firma ‚Buy-n-Large‘, die auch im Film ‚WALL-E‘ wieder vorkommt. Bis dahin wurde die Welt soweit durch den Menschen und die Maschinen verschmutzt, dass die letzten noch verbleibenden Menschen auf einen anderen Planeten flüchten müssen. WALL-E ist als einzige Maschine übrig. Ebenfalls sind die Tiere und Pflanze bis dahin weitgehend verschwunden, mit Ausnahme von einigen wenigen Insekten. Am Schluss des Films fliegen EVE, WALL-E und die Menschen auf die Erde zurück, weil das Pflänzchen, das WALL-E gefunden hat, beweist, dass pflanzliches Leben trotz der ganzen Verschmutzung auf der Erde wieder möglich ist.

Auf ‚WALL-E‘ folgt gemäss der Theorie von Negroni der Film ‚Das grosse Krabbeln‘, welche die auf das Ende von ‚WALL-E‘ folgende Re-Vegetation der Erde behandeln soll. In diesem Film sind nur Insekten, jedoch keine Menschen zu sehen, da diese trotz der Wiederbesiedelung der Erde nur noch spärlich vorhanden sind. Die Insekten aber sind zu diesem Punkt der Zeitrechnung soweit vermenschlicht, dass sie sogar Kinos und Restaurants besitzen.

Der letzte Film der Pixar Zeitrechnung stellt ‚Die Monster AG‘ dar. Zu diesem fernen Zeitpunkt in der Zukunft haben sich die Erdbewohner zu Monstern entwickelt, die stark an die vorhergegangenen Tiere erinnern. Wegen einer Energiekrise gehen die Monster mithilfe von Zeitreisen zurück zum Zeitpunkt, wo Menschen noch existierten, da die Menschen die Quelle der Energie sind. Und hier schliesst sich die ganze Geschichte: Das Mädchen Boo, welches die Monster bei deren Zeitreisen kennenlernt, nimmt eine Schlüsselrolle für die ganze Theorie ein. Sie soll anscheinend die Hexe aus dem ersten Film ‚Merida‘ darstellen, die mithilfe von Türen wie die Monster durch die Zeit reisen kann. Dies erklärt auch, wieso in ‚Merida‘ ein Abbild vom Monster Sully zu sehen ist.

Die Theorie ist lang und komplex und so wie ich sie hier erzählt habe nur unvollständig. Wer sich für die ganze Theorie interessiert, sollte unbedingt auf dem Blog von Jon Negroni vorbeischauen. Ich finde solche Theorien unglaublich spannend und bin fasziniert davon, dass sich jemand die Zeit genommen hat alles genaustens zu durchdenken. Ich werde beim nächsten Pixar Film, den ich mir anschaue, bestimmt genauer über die Zusammenhänge nachdenken und auf Hinweise achten. Und ihr?

Hier könnt ihr die ganzen Zusammenhänge in einer Timeline nachlesen.

Text: Priscilla Müllhaupt

Bild: Copyright by pixar.com (unmodified)

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