WENN DIE MASTERWAHL GAR KEINE IST: DAS MASTER-DESASTER IN DEUTSCHLAND | GIRLS DRIVE | DAS KARRIEREMAGAZIN FUR STUDENTINNEN MIT DRIVE
Masterwahl

WENN DIE MASTERWAHL GAR KEINE IST: DAS MASTER-DESASTER IN DEUTSCHLAND

Okt 21 • Allgemein, BLOG, Karriere, WACHSEN, WEITERBILDUNG • 1290 Views • Keine Kommentare zu WENN DIE MASTERWAHL GAR KEINE IST: DAS MASTER-DESASTER IN DEUTSCHLAND

Letzte Woche ist auf SpiegelOnline ein spannender Artikel zum Masterstudium in Deutschland erschienen. Kurz zusammengefasst: in Deutschland gibt es zu wenige Studienplätze. Nicht alle können an einem Masterprogramm teilnehmen. Es ergibt sich eine Masterwahl, die unter Umständen gar keine ist. 

Der Spiegel Artikel widmet sich vor allem dem Dilemma der Lehramtsstudenten aus Hamburg, die mithilfe einer Protestaktion auf ihre missliche Lage aufmerksam gemacht haben. Sie wollten ihr Studium in Form eines Masters an der Universität Hamburg, wo sie auch schon den Bachelor abgeschlossen haben, weiterführen. Ihre Bewerbung wurde aus Mangel an Studienplätzen jedoch abgelehnt. Für Lehramtsstudierende ist dies besonders problematisch, da der Masterabschluss die Regel darstellt und ein Berufseintritt ohne ihn beinahe unmöglich ist. Dazu kommt: Ohne Studienplatz haben sie keinen Anspruch mehr auf Bafög, den Bezug von staatlichen Studienunterstützungsgeldern.

Ähnlich problematisch scheint gemäss Spiegel die Lage für Psychologiestudenten auszusehen. Ein Notenschnitt unter 2.2 (entspricht in der Schweiz einer 4.8) sei der Todesstoss für jedes Masterstudium. Grund für das ganze Dilemma könnte eine zu optimistische Berechnung der Studienplatznachfrage von der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und des Wirtschaftsministers sein. Diesen Berechnungen zufolge dürfte sich nämlich nur jeder zweite Bachelorstudent für einMasterstudium entscheiden. Die Nachfrage nach einem Studienplatz in einem Masterprogramm dürfte in Tat und Wahrheit jedoch viel höher liegen.

Dieser Artikel rückt das Thema Masterwahl in ein ganz neues Licht: Jeder der die Qual der Wahl hat, kann sich angesichts dieser Problematik nun also schon fast glücklich schätzen. Denn nichts ist wohl frustrierender, als um einen Studienplatz kämpfen zu müssen.

Was haltet ihr von der Thematik? Könnten wir in der Schweiz auch bald vor solchen Problemen stehen?

P.S.: Für die Lehramtsstudenten aus Hamburg gab es übrigens ein Happy End. Aber lest selber hier.

Text von Priscilla Müllhaupt

Beitragsbild: Fred Jarvata/CC by Lauren Manning

Comments are closed.

Related Posts

« »