Wie man bewusst lebt, liebt – und arbeitet! | GIRLS DRIVE | DAS KARRIEREMAGAZIN FUR STUDENTINNEN MIT DRIVE
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Wie man bewusst lebt, liebt – und arbeitet!

Jul 1 • ARBEITEN, ERFAHRUNG, Events, RATGEBER • 1262 Views • Keine Kommentare zu Wie man bewusst lebt, liebt – und arbeitet!

Text: Sandra-Stella Triebl   Fotos: Markus Mallaun

Unser vierter IMPRESS-Event war einer der gleichermassen Herz und Verstand bediente: Denn was wollen wir nach dem Studium? – Was wollen wir für einen Arbeitgeber – welche Funktion passt zu mir und welche Vision meines Lebens hab ich eigentlich? – Tiefgehende Fragen auf die man nicht immer wirklich eine Antwort parat hat.
Es ist vielmehr ein Gefühl, welches einem wohlmöglich die Richtung gibt. Und es ist auch das Herz, welches schwer wird, wenn wir „nicht am richtigen Ort sind“ in unserem Leben.

Vielleicht kennt ihr das. Das Erkennen ist und Fühlen ist das eine – aber ein Ausweg, eine Antwort findet man meist nicht gar so leicht.
Ja – wie lebt man denn wahrlich bewusst? Wie liebt man das Leben, so dass es einen zurück liebt? – Und wie arbeitet man, damit man nicht arbeitet um zu leben, sondern lebt, um einen Abdruck zu hinterlassen? Wie fühlt es sich an, wenn man an diesem Punkt im Leben ist, wo andere vom „angekommen sein“ berichten? – Für mich ist das „angekommen sein“ eigentlich nicht wirklich was Erstrebenswertes. Wieso soll ich irgendwo ankommen? Das Leben ist kein Sprint wo es ein Start und ein Ziel gibt. Es ist vielmehr ein Weg.
Vielleicht meint man mit diesem Begriff aber auch einfach nur, dass man so etwas wie Glück empfindet. Friede im Herzen. Ruhe und dieses beseelende Gefühl eben am „richtigen Ort“ zu sein.

All diesen Fragen ging unser IMPRESS Event nach. Gemeinsam mit der Ärztin, Yogalehrerin und Bloggerin Dr. Janna Scharfenberg, die uns ein paar Atemübungen und Tricks verriet, wie man unter Stress wieder klar denken kann. Zum Beispiel in dem man sogenannte „tapping“ Übungen macht: Man tippt abwechseln mit jeder Fingerkuppe auf die Daumenspitze – beginnend mit dem Zeigefinger bis zum Ringfinger und wieder zurück. Das holt einen in Stress-Situationen schnell wieder auf den Boden zurück. Tatjana Strobel teilte mit uns derweil, wie ihre Karriere begannt: nämlich als CEO von Marrionnaud in der Schweiz. Heute ist sie eine der renommiertesten Physiognomie-Expertinnen und mehrfache Bestseller-Autorin. Sie verbrachte erst gerade 12 Wochen in völliger Abgeschiedenheit bei einem Urvolk in Kenya – das Buch dazu kam im Mai auf den Markt. Eine ihrer Bemerkungen machte mich nachdenklich. Es war diese: „Könnt ihr euch vorstellen, dass man ohne TV, Internet, Handy, Klo, Bad lebt und nur mit sich selbst zu tun hat? Ich sage euch, es war hart. Vor allem sich in dieser Abgeschiedenheit selbst zu begegnen. Damit muss man erst mal umgehen. Denn vielleicht gefällt einem die Person, der man da begegnet ja gar nicht mehr!“ – Wohl wahr. In unserem hektischen Leben zwischen Likes und Hashtags, Prüfungen und Bewerbungen, Jobs hie, Ferien da…gibt es ganz schön viel Ablenkung. Wann seid ihr euch eigentlich das letzte Mal begegnet? Ich hab mich das schon gefragt am Ende dieses Girls Drive-Workshops. Gefällt mir was ich da sehe, wenn ich in den Spiegel schaue – mal so ganz ungeschminkt und ehrlich zu mir selbst? – Hmmmmm.
Ungemein inspirierend fand ich aber auch, wie Kristina von Fuchs als Junior Talent bei der UBS Schweiz im Recruiting Team in ihrer ersten Führungsrolle aufgeht – und wie konsequent sie auch mit ihrem Team meditiert! Für mich durchaus ungewöhnlich, dies von einer „Bankerin“ zu hören und es machte mich und die 50 anderen Teilnehmerinnen des Workshops durchaus neugierig mehr zu erfahren.
Last but not least blieb mir die „Unternehmerin des Jahres“, die bekannte Schminkbar-Gründerin Bea Petri in Erinnerung. „Ich bereue nichts!“ bilanziert sie mit 63 Jahren. „Aber ich möchte euch mitgeben, dass ihr in tragfähige Beziehungen investiert sollt. Ich habe all die Tiefschläge in meinem Leben nur deshalb überstanden, weil ich solche tragfähigen, starken Beziehungen übrigens vor allem zu anderen Frauen, hatte.“
Davon spreche ich sehr häufig: von einer „Sisterhood“ und von „women supporting woman“. Etwas, das ich als Kind und Jugendliche nur selten erlebt hab – und in meiner Famile „mit Migrationshintergrund“ ebenso wenig. Da war eher Drama, Missgunst und Eifersucht an der Tagesordnung. Doch es liegt an uns, dieselben Dramen immer und immer wieder zu spinnen – oder eben etwas Neues aufleben zu lassen. Wie eben eine Sisterhood.
So bin ich stolz, 50 wahrlich wunderschöne, talentierte, clevere junge Frauen an diesem Tag getroffen zu haben. Rock on, Girls!

Weiterführende Informationen: www.ubs.com/careers

 

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