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You can do anything – If you only knew what and how

Feb 6 • BLOG, Karriere • 2529 Views • Keine Kommentare zu You can do anything – If you only knew what and how

In Schweden verlassen heute, ähnlich wie in der Schweiz, mehr Mädchen als Jungen die weiterführende Schule mit einem Abschluss. Erheblich mehr Frauen als Männer nehmen hier wie dort Angebote der Erwachsenenbildung in Anspruch und der Frauenanteil unter den Bachelor-Studierenden beträgt über 60%.

 

Der schwedische Ansatz in Sachen Fairness zwischen Männern und Frauen, der offensichtlich Früchte trägt, basiert auf der festen Überzeugung, dass zwischen den Geschlechtern ein ausgeglichenes Macht- und Einflussverhältnis bestehen soll. Ein umfassendes Wohl- fahrtsprogramm erleichtert die Vereinbarung von Beruf und Privatleben.

 

Der Leitgrundsatz der Gleichstellungsbewegung in Schweden lautet, dass alle das Recht haben, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, um so unabhängig für den eigenen Unterhalt zu sorgen und Karriere und Familie miteinander zu verbinden, sowie ohne Furcht vor Ausbeutung oder Gewalt leben zu können. Doch nicht nur Schweden gibt bei der Chancengleichheit für beide Geschlechter so richtig Gas – generell sind uns unsere nordischen Nachbarinnen und Nachbarn einige Schritte voraus, wie die Studie Gender- Gap-Report 2012 zeigt. Der Report analysiert die Gleichstellung in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesundheit in den teilnehmenden Ländern. Laut Studie schneiden folgende Länder in puncto Gleichstellung am besten ab: Island (1), gefolgt von Finnland (2), Norwegen (3), Schweden (4), Irland (5), Dänemark (6). Die Schweiz steht auf Platz 10, kurz vor den Niederlanden (11), Belgien (12) und Deutschland (13).

 

Was können wir von den Skandinavierinnen und Skandinaviern lernen? Auch wenn die Ausgangslage und die Rahmenbedingungen vieles ermöglichen, liegt es letztlich an uns Frauen, was wir daraus machen, wie selbstbestimmt wir unsere Beziehungen leben, wie klar wir Partnerschaftlichkeit bieten und einfordern, wie deutlich wir unsere Lust an spannender Erwerbsarbeit kundtun, und wie wir unsere Motivation und Freude an verantwortungsvollen Führungsaufgaben und fairer Gestaltung des Berufs- und Privatlebens zeigen. Je mehr wir Frauen für diese Werte einstehen, desto selbstverständlicher leben wir die Möglichkeiten der Gleichstellung aus, für die Zufriedenheit und das Wohlergehen aller.

 

Genau an diesem Punkt möchte Girls Drive ansetzen. Wie sagt Herausgeberin Sandra-Stella Triebl treffend in ihrem ersten Editorial: „Wir wollen euch Geschichten aus dem Studentinnen- Leben erzählen, euch eine Netzwerk- Plattform sein – und ja, auch ein Sprungbrett.“ Girls Drive bietet diese einmalige Chance: Vernetzt euch mit vielen tollen und engagierten Frauen, definiert eure Wünsche und Forderungen – und ihr werdet sehen, ihr startet mit Drive durch!

 

Eure,
Helena Trachsel

Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich

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